Einführung in Tsubaki Anbauteilen

Anbauteile
Die Eigenschaften des beförderten Materials und die der Arbeitsumgebung sind bei jeder Anwendung verschieden. Viele der Anbauteile sind mit oder ohne Spannvorrichtung erhältlich. Unsere Standardanbauteile sind das Ergebnis einer langjährigen Erfahrung, was die Anwendung von und die Anforderungen an Anbauteile betrifft: hohe Qualität, Wirtschaftlichkeit und kurze Lieferzeiten.

Standardanbauteile gibt es für eine breite Vielfalt an Ketten:

Bezeichnung W
Die mit W bezeichneten Anbauteile unterscheiden sich lediglich in der Breite des gebogenen oder verlängerten Teils der Lasche. Die Breite der W-Anbauteile entspricht der Breite der Lasche. Die W-Option gibt es nur für die vier Standardanbauteile A, K, SA und SK (jeweils mit WA, WK, WSA und WSK bezeichnet). Es gibt keine W-Ausführungen für Anbauteile für langgliedrige Ketten.

Anbauteile des Typs A
Die Anbauteile des Typs A sind die am häufigsten eingesetzten Anbauteile. Sie haben eine gebogene Lasche, die auf einer Seite der Kette übersteht und ein L bildet. Sie haben ein oder zwei Befestigungslöcher, die mit A-1 bzw. (W)A-2 bezeichnet werden. Das Intervall zwischen den Anbauteilen kann variieren (z.B. auf jedem Kettenglied, alle fünf Glieder oder zwei Anbauteile in Serie alle vier Glieder usw.). In der Regel werden zwei parallele Kettenstränge mit Trägern eingesetzt.
Die Anbauteile unterliegen Biegekräften. Wenn schwere Gegenstände befördert werden, lange Spannvorrichtungen eingebaut sindoder seitlich belastet werden, kommen zu den Biegekräften noch Torsionskräfte hinzu. Diese Kräfte sind bei den Berechnungen je nach Anwendung zu berücksichtigen. Die Form des Anbauteils hat Einfluss auf die Konstruktion der Ausrüstung. Wenn die Träger die Kettenrollen nicht überdecken, können Gleitschienen eingesetzt werden, um die Rollen auf der Gegenseite zu stützen.

Anbauteile des Typs K
Ein Anbauteil des Typs K erreicht man durch den Einbau von Anbauteilen des Typs A auf beiden Seiten der Kette. Die Anbauteile werden je nach Anzahl der Befestigungslöcher pro Anbauteil mit K-1 bzw. (W)K-2 bezeichnet. Das Intervall zwischen den Anbauteilen kann wie beim Typ A variieren.

Das Oberteil des Anbauteils ist höher als die R-Rollen, so dass Spannvorrichtungen oder Träger über der Kette installiert werden können. Auf den Anbauteilen des Typs K können auch direkt Gegenstände befördert werden. Wenn ein breiter Träger über zwei Ketten des Typs A installiert wird, kann er unter Umständen die Last nicht tragen. Als zusätzliche Stütze wird in diesem Fall eine Kette mit Anbauteilen des Typs K zwischen zwei Ketten mit Anbauteilen des Typs A installiert.

Wenn die Träger steif genug und gut an den Anbauteilen befestigt ist, hat die einwirkende Biegekraft so gut wie keinen Einfluss auf die Stärke des Anbauteils. Ist der Träger jedoch nicht sehr gut befestigt, müssen Sie bei Ihren Berechnungen unbedingt die Biegekraft berücksichtigen.Wenn lange Spannvorrichtungen installiert werden oder das Anbauteil seitlich belastet wird, entstehen zusätzlich Torsionskräfte. Die Rücklaufseite der Kette mit K-Anbauteilen kann nicht durch Gleitschienen auf den Rollen gestützt werden. Die Rücklaufseite bleibt ggf. locker oder wird anderweitig gestützt.

Anbauteile des Typs SA
Beim Typ SA ist die Lasche auf der einen Seite der Kette verlängert und es gibt ein oder zwei Befestigungslöcher. Diese werden je nach Anzahl der Löcher mit SA-1 oder (W)SA-2 bezeichnet. Das Intervall kann genauso variieren wie beim Typ A. Auf diese Anbauteile können Träger oder Haken montiert werden. Die Anbauteile des Typs SA sind einfacher und stärker als die des Typs A und können je nach Richtung der Last auch Biege- und Torsionskräfte aufnehmen.Die Rücklaufseite der Kette kann durch Gleitschienen auf den Rollen abgestützt werden, sofern keine Schrauben in das Anbauteil ragen.

Anbauteile des Typs SK
Ein Anbauteil des Typs SK erreicht man durch den Einbau von Anbauteilen des Typs SA auf beiden Seiten der Kette. Die Anbauteile werden je nach Anzahl der Befestigungslöcher pro Anbauteil mit SK-1 bzw. (W)SK-2 bezeichnet. Das Intervall zwischen den Anbauteilen kann wie beim Typ A variieren. SK-Anbauteile werden üblicherweise mit Nocken oder Spannvorrichtungen eingesetzt (Abb. 14). SK Anbauteile sind stark genug, um Biege- und Torsionskräften standzuhalten.
Die Rücklaufseite der Kette mit SK-Anbauteilen kann nicht durch Gleitschienen auf den Rollen gestützt werden. Die Rücklaufseite bleibt ggf. locker oder wird anderweitig gestützt.

Verlängerter Bolzen
Bei dieser Ausführung ist ein Ende des Bolzens verlängert. Das Intervall der Anbauteile kann genauso variieren wie bei den Anbauteilen des Typs A . Eine Sonderausführung wird verwended in der Schokoladeindustrie. Die verlängerten Bolzen unterliegen Biege- und Scherkräften. Die Rücklaufseite der Kette kann durch Gleitschienen auf den Rollen abgestützt werden.

Anbauteile des Typs GK-1
Bei diesen Anbauteilen haben beide Laschen in der Mitte ein weiteres Befestigungsloch, um zwischen zwei (oder mehr) parallel laufenden Ketten eine Querstrebe einbauen zu können. Das Intervall zwischen den Anbauteilen kann wie beim Typ A variieren. Diese Art Anbauteil wird oft eingesetzt, wenn Querstreben verwendet werden, deren Durchmesser größer als der maximale Durchmesser der Hohlbolzenkette ist. Diesen Typ gibt es nur als langgliedrige Ausführung. Auf Grund der Beeinträchtigung der Rollen durch das Loch in den Laschen können keine Rollen des Typs R zusammen mit Anbauteilen des Typs GK-1 eingesetzt werden.